Hrad Landštejn
Die größte romanische Burgruine in der Tschechischen Republik
Die Burg Landštejn, eine markante Ruine an der Grenze zwischen Böhmen, Mähren und Österreich, befindet sich in der Region Česká Kanada. Sie wurde ursprünglich bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaut und zählt zu den ältesten und umfangreichsten romanischen Burgen in Tschechien. Ihre heutige Ausdehnung erhielt sie durch spätere Umbauten im gotischen und Renaissance-Stil. Typisch ist ihr Verteidigungssystem mit zwei Türmen, die durch einen Palast verbunden sind. Nach einem Brand im Jahr 1771 wurde sie nicht wieder aufgebaut und verfiel allmählich, wodurch sie die romantische Gestalt einer Ruine annahm. Der größere Turm der Burg dient heute als hervorragender Aussichtsturm.
Zugang
Die Burg liegt in der Nähe der Gemeinde Staré Město pod Landštejnem in der Region Jihočeský kraj. Der einfachste Zugang erfolgt mit dem Auto, wobei direkt unterhalb der Burg ein gebührenpflichtiger Parkplatz zur Verfügung steht. Von dort aus ist es nur ein kurzer Aufstieg über einen markierten Weg. Die Bahnstation Nová Bystřice, Endstation der Schmalspurbahn, ist etwa fünfzehn Kilometer entfernt; von dort aus muss man den Busverkehr nutzen oder eine längere Wanderroute wählen. Radfahrer können die Burg über die markierten Radwege der Česká Kanada erreichen.
Was einen Besuch wert ist
Die Region Česká Kanada bietet umfangreiche Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren, zum Beispiel auf dem Radrundweg von Landštejn, der an der Bisonfarm Rožnov vorbeiführt. Im nahegelegenen Slavonice können Sie malerische Bürgerhäuser aus der Renaissance mit reich verzierten Giebeln und ein einzigartiges System unterirdischer Gänge bewundern. Zur sommerlichen Erfrischung steht das Přírodní koupaliště Staré Město pod Landštejnem mit Sand- und Grasstränden zur Verfügung.



