Höhlen Pertoltice pod Ralskem

Jeskyně Pustý kostel

Jeskyně Pustý kostel

Sloup v Čechách

Künstliche unterirdische Räume im Tal der Einsamkeit bei Velenice

Die Pustý kostel (oft auch als Teil des Komplexes Pusté kostely bezeichnet) befindet sich im Tal des Flüsschens Svitávka zwischen den Gemeinden Velenice und Svitava im Lužické hory-Gebirge. Es handelt sich nicht um eine natürliche Höhle, sondern um weitläufige künstliche unterirdische Räume, die durch den Sandabbau im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Der Sand wurde in den örtlichen Spiegelschleifereien verwendet. Den Namen erhielt die Lokalität aufgrund der Gewölbe und Pfeiler, die an Kirchenschiffe erinnern.

Heute ist ein Teil dieses einzigartigen Untergrunds für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Besucher können imposante Hallen betreten, die von massiven Sandsteinpfeilern gestützt werden, welche die Bergleute aus Stabilitätsgründen der Decke stehen ließen. Der Ort hat eine geheimnisvolle Atmosphäre und ist ein beliebtes Ziel für Filmemacher (zum Beispiel für das Märchen „S čerty nejsou žerty“). In der Nähe befindet sich auch die als Pekelné doly bekannte Höhle, die von einem Motorradclub genutzt wird.

Zugang

Die Höhle liegt an der Straße II/268, die Zákupy und Nový Bor verbindet. Das Parken ist auf einer Abstellfläche an der Straße direkt gegenüber den Höhlen möglich. Die Bushaltestelle "Velenice" befindet sich in der Gemeinde, von wo aus es etwa 1 km zu den Höhlen sind.

Umgebung – was einen Besuch wert ist

In Velenice selbst sind volkstümliche Blockhäuser erhalten geblieben. In der nahen Umgebung können Sie das Felsrelief Skála smrti bei Kunratice u Cvikova besuchen. Die Stadt Zákupy bietet ein Renaissanceschloss und einen englischen Park.

Der Besuch der Pustý kostel ist ein faszinierender Ausflug in die Industriegeschichte des Lužické hory-Gebirges. Die monumentalen, von Menschenhand gehauenen unterirdischen Säle hinterlassen bei jedem Besucher einen tiefen Eindruck.

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Samuelova jeskyně

Samuelova jeskyně

Sloup v Čechách

Eine Felsformation mit historischer Bedeutung

Die Samuelova jeskyně befindet sich im Naturschutzgebiet Čertovy šípy bei der Gemeinde Manětín in der Region Plzeňský kraj. Die Höhle, bei der es sich eher um einen weitläufigen Felsüberhang unter einem Sandsteinfelsen handelt, ist mit der Legende des Einsiedlers Samuel verbunden, der hier angeblich im siebzehnten Jahrhundert gelebt haben soll. Die Höhle ist nicht karstigen Ursprungs, sondern entstand durch Erosion. Die Umgebung ist Teil eines geschützten Gebiets mit ausgedehnten Wäldern. Die Höhle dient als bedeutender historischer und touristischer Punkt in der Region.

Zugang

Der Zugang zur Samuelova jeskyně ist ausschließlich zu Fuß möglich. Der beste Ausgangspunkt ist die Gemeinde Manětín. Für Autofahrer steht ein kostenloser Parkplatz am Zámek Manětín zur Verfügung. Von dort führt eine etwa dreieinhalb Kilometer lange rote Wanderwegmarkierung zur Höhle, die durch das Tal des Manětínský potok verläuft. Die nächstgelegene Bushaltestelle Manětín, náměstí ist etwa drei Kilometer entfernt. Die Höhle ist frei und ganzjährig zugänglich.

Umgebung – was einen Besuch wert ist

Die Dominante der nahen Umgebung ist das Barockschloss Barokní zámek Manětín, das für seine einheitliche Barockarchitektur und den weitläufigen Park bekannt ist. Knapp fünfzehn Kilometer südlich befindet sich die Stadt Plasy mit dem weitläufigen Klášter Plasy, einem der bedeutendsten Barockbauten in Böhmen. Für Naturliebhaber ist das nahegelegene Naturschutzgebiet Přírodní rezervace Střela mit dem gleichnamigen Fluss interessant.

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Švédská jeskyně

Švédská jeskyně

Sloup v Čechách

Frei zugängliche Höhle im Křtinské údolí im Moravský kras

Die Švédská jeskyně befindet sich im mittleren Teil des Moravský kras, in einem Felsmassiv im Tal des Křtinský potok zwischen den Gemeinden Ochoz u Brna und Křtiny. Es handelt sich um eine etwa 30 Meter lange Durchgangshöhle (Tunnel), die durch Wassererosion entstanden ist. Ihren Namen erhielt sie einer Legende aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zufolge, als sich dort angeblich die lokale Bevölkerung vor den schwedischen Truppen versteckte oder dort sogar die Soldaten selbst lagerten.

Heute ist die Höhle ein beliebter touristischer Zwischenstopp, da sie frei zugänglich ist und keine spezielle Ausrüstung erfordert. Neben dem Hauptgang gibt es hier auch kleine Seitengänge und Kamine. Der Standort ist auch aus archäologischer Sicht bedeutend, da hier Überreste pleistozäner Fauna, wie Knochen von Höhlenbären und Hyänen, gefunden wurden.

Zugang

Die Höhle liegt direkt an der Straße II/373, die Brno und Křtiny verbindet. Das Parken ist auf einem kleineren Parkplatz direkt am Waldeingang, unweit der Höhle, möglich. Eine blau markierte Wanderroute führt daran vorbei. Die Bushaltestelle "Ochoz u Brna, Říčky, rozc." ist etwa 1,5 Kilometer entfernt.

Umgebung – was sehenswert ist

In unmittelbarer Nähe befindet sich die berühmte Býčí skála, bekannt für ihre archäologischen Funde und ihre dunkle Geschichte. Nur wenige Kilometer weiter liegt der Wallfahrtsort Křtiny mit dem monumentalen barocken Chrám Jména Panny Marie von Jan Blažej Santini. Durch das Tal führt ein Lehrpfad, der die Schönheiten der Karstlandschaft präsentiert.

Ein Besuch der Švédská jeskyně ist eine anspruchslose Bereicherung eines Ausflugs im Moravský kras. Sie bietet die Möglichkeit, ohne Führer einen Einblick in den Untergrund zu erhalten und die Atmosphäre von Orten zu erleben, die von Legenden umwoben sind.

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