Höhlen Český Sever

Jeskyně Postojna

Jeskyně Postojna

Mírová pod Kozákovem

Eine weitläufige Karsthöhle mit einzigartigen Tropfsteinformationen

Die Jeskyně Postojna ist ein weltweit bekanntes Karsthöhlensystem in Slowenien, das sich bei der Stadt Postojna befindet. Sie gehört zu den größten und touristisch meistbesuchten Höhlen der Welt. Sie ist bekannt für ihre Länge (mehr als vierundzwanzig Kilometer) und ihre einzigartigen Tropfsteinformationen. Die Höhle ist zudem die Heimat des endemischen Grottenolms, bekannt als „Menschenfisch“. Der Besuch erfolgt teilweise mit einem unterirdischen Zug.

Zugang

Die Jeskyně Postojna befindet sich an der Autobahn A1 (Ausfahrt Postojna). Für Autofahrer steht ein gebührenpflichtiger Parkplatz mit umfassender Kapazität zur Verfügung, der sich direkt am Eingang zum Höhlenareal befindet. Die nächstgelegene Bushaltestelle Postojna und der Bahnhof Postojna sind etwa zwei Kilometer entfernt. Zum Areal führt eine gut ausgeschilderte Zufahrtsstraße. Die Höhle ist ganzjährig zugänglich.

Umgebung – was sehenswert ist

Knapp neun Kilometer von der Höhle entfernt befindet sich die einzigartige Predjamský hrad, die direkt in eine Felswand gemeißelt wurde. In der Nähe befindet sich auch der Vojenská historie park Pivka. Es lohnt sich auch, die Jeskyně Škocjan (UNESCO) zu besuchen, die für ihre gewaltigen unterirdischen Canyons bekannt sind.

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Bozkovské dolomitové jeskyně

Bozkovské dolomitové jeskyně

Bozkov

Auch in der Region Liberec, konkret im Bezirk Semily, können Sie interessante Höhlen finden. Knapp einen Kilometer von der Gemeinde Bozkov entfernt befinden sich die Bozkovské dolomitové jeskyně, die das weitläufigste Höhlengebiet in Nordostböhmen darstellen. Die Höhlen bestehen aus kalkhaltigem Dolomit und sind seit 1999 als nationales Naturdenkmal ausgewiesen. Bisher wurde etwas mehr als 1.000 Meter erforscht, und es handelt sich um die längsten Dolomithöhlen bei uns.

Die Bozkovské dolomitové jeskyně entstanden schrittweise durch die korrosive Tätigkeit von Grundwasser. Mittlerweile sind zwei separate Systeme aus Gängen und Hallen entstanden, die bei der Erschließung des gesamten Systems durch einen weitläufigen Stollen und Durchbrüche miteinander verbunden wurden. In den tiefsten Teilen sind die Höhlen weiterhin mit Wasser geflutet und bilden so die weitläufigsten unterirdischen Seen in der Tschechischen Republik.

Wenn Sie sich auf eine Besichtigung der Bozkovské dolomitové jeskyně begeben, können Sie auch Kinder mitnehmen. Die Besichtigung ist körperlich nicht anstrengend und dauert etwa 45 Minuten. Ihre Autos lassen Sie auf dem Parkplatz stehen, der nur wenige Minuten von den Höhlen entfernt ist. Wenn Sie mit dem Fahrrad anreisen, nutzen Sie den ausgewiesenen Platz mit Fahrradständern. Ebenso stehen Erfrischungsmöglichkeiten, ein Informationsbüro und Toiletten zur Verfügung.

Ihr Rundgang beginnt im Eingangsgang, wo Sie nach wenigen Metern einen Teil mit hoher Decke erreichen, der Kaple genannt wird. Eine Besonderheit dieser Räumlichkeiten ist der Zkamenělý orel, der einen Teil der Sinterverzierung an den Wänden bildet. Von dort aus verschieben Sie sich in die Půlnoční jeskyně. Ihre Benennung erhielt sie dank der blauen Beleuchtung durch ultraviolettes Licht. An die Půlnoční jeskyně schließt sich zwanglos die Höhle Za prahem an. In diesen Räumlichkeiten kam es durch den Einsturz von Felsblöcken zu einer Beschädigung der natürlichen Verzierung.

Und schon bewegen Sie sich langsam weiter auf dem Weg um die Mechová zahrádka bis zur Křižovatka. Hier beginnt der Rundgang durch die Nové jeskyně. Über die Souběžná- und die Pirátská-Gänge gelangen Sie in die thematisch beleuchtete Höhle Peklo. Hier wird es vor allem Kindern gefallen. Schließlich erwecken das geheimnisvolle Untergrundreich und die Erwähnung der Hölle sicherlich ihr Interesse und ihre Vorstellungskraft.

Und wenn es Ihnen gelingt, aus dem Peklo herauszukommen, können Sie seitlich zwei kleine Labutí jezírka sehen. Anschließend gelangen Sie um die unzugänglichen Räumlichkeiten des sogenannten Betlém bis zur Loupežnická jeskyně. Danach gehen Sie nur noch durch den Blátivá-Gang am Felsvorsprung Chlebová pec vorbei und sind schon wieder zurück an der Křižovatka, am Ende des Rundgangs durch die Nové jeskyně.

Von dort aus gelangen Sie durch einen leichten Anstieg über einen künstlichen Tunnel bis zu der Öffnung, durch welche die ersten Entdecker hierher gelangten. Es handelt sich um das erste Stockwerk, die sogenannten Staré Bozkovské jeskyně. Schon zu Beginn dieses Rundgangs wird Sie der Prušácká přilba in den Bann ziehen. Es handelt sich um einen großen Sinterblock samt einem Teil des Vorhangs, der durch schrittweise Gesteinsverschiebungen entstand.

Anschließend gelangen Sie auf der Route der Entdecker vorbei am Bludiště bis in die Höhle Překvapení. Hier wird es Ihnen gefallen. Die wunderschöne Tropfsteinverzierung und die Menge an Stalaktiten, die an der Stirnwand die Bozkovské varhany bilden, werden durch die Stalagmiten Palec und Ukazovák ergänzt. Und wenn Sie den großen Stalaktiten namens Raketa sehen möchten, müssen Sie sich in die Listopadová jeskyně begeben. Danach gelangen Sie vorbei an den Sloní uši, den Rokokové panenky und der Perníková chaloupka bis zum Ausgangspunkt des Rundgangs durch die Staré jeskyně.

Und hier erwartet Sie bereits der krönende Abschluss der Besichtigung – der größte unterirdische See in Böhmen, der gleichzeitig der am tiefsten gelegene Ort der Bozkovské dolomitové jeskyně ist. Und zu diesen Superlativen fügen wir noch den größten bisher entdeckten Raum hinzu, den sogenannten Jezerní dóm, hinter dem sich der Mládežnický dóm befindet, welcher der letzte Teil der gesamten Besichtigungsroute ist.

Die Bozkovské dolomitové jeskyně werden für Sie sicherlich ein interessantes Erlebnis sein. Wir empfehlen Ihnen auf jeden Fall, sie in Ihre Urlaubsplanung einzubeziehen. Stellen Sie es sich nur vor: ein schönes Ferienhaus oder eine andere Unterkunft bei den Bozkovské dolomitové jeskyně zusammen mit einer tollen Clique oder Familie, das klingt nach herrlich verbrachter Zeit. Zudem sind die Attraktionen im Gebiet Semily vielfältig und zahlreich, sodass Sie sicherlich eine große Auswahl haben werden. Es liegt ganz bei Ihnen, wo Sie beginnen.

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Jeskyně Pustý kostel

Jeskyně Pustý kostel

Sloup v Čechách

Künstliche unterirdische Räume im Tal der Einsamkeit bei Velenice

Die Pustý kostel (oft auch als Teil des Komplexes Pusté kostely bezeichnet) befindet sich im Tal des Flüsschens Svitávka zwischen den Gemeinden Velenice und Svitava im Lužické hory-Gebirge. Es handelt sich nicht um eine natürliche Höhle, sondern um weitläufige künstliche unterirdische Räume, die durch den Sandabbau im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind. Der Sand wurde in den örtlichen Spiegelschleifereien verwendet. Den Namen erhielt die Lokalität aufgrund der Gewölbe und Pfeiler, die an Kirchenschiffe erinnern.

Heute ist ein Teil dieses einzigartigen Untergrunds für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Besucher können imposante Hallen betreten, die von massiven Sandsteinpfeilern gestützt werden, welche die Bergleute aus Stabilitätsgründen der Decke stehen ließen. Der Ort hat eine geheimnisvolle Atmosphäre und ist ein beliebtes Ziel für Filmemacher (zum Beispiel für das Märchen „S čerty nejsou žerty“). In der Nähe befindet sich auch die als Pekelné doly bekannte Höhle, die von einem Motorradclub genutzt wird.

Zugang

Die Höhle liegt an der Straße II/268, die Zákupy und Nový Bor verbindet. Das Parken ist auf einer Abstellfläche an der Straße direkt gegenüber den Höhlen möglich. Die Bushaltestelle "Velenice" befindet sich in der Gemeinde, von wo aus es etwa 1 km zu den Höhlen sind.

Umgebung – was einen Besuch wert ist

In Velenice selbst sind volkstümliche Blockhäuser erhalten geblieben. In der nahen Umgebung können Sie das Felsrelief Skála smrti bei Kunratice u Cvikova besuchen. Die Stadt Zákupy bietet ein Renaissanceschloss und einen englischen Park.

Der Besuch der Pustý kostel ist ein faszinierender Ausflug in die Industriegeschichte des Lužické hory-Gebirges. Die monumentalen, von Menschenhand gehauenen unterirdischen Säle hinterlassen bei jedem Besucher einen tiefen Eindruck.

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Samuelova jeskyně

Samuelova jeskyně

Sloup v Čechách

Eine Felsformation mit historischer Bedeutung

Die Samuelova jeskyně befindet sich im Naturschutzgebiet Čertovy šípy bei der Gemeinde Manětín in der Region Plzeňský kraj. Die Höhle, bei der es sich eher um einen weitläufigen Felsüberhang unter einem Sandsteinfelsen handelt, ist mit der Legende des Einsiedlers Samuel verbunden, der hier angeblich im siebzehnten Jahrhundert gelebt haben soll. Die Höhle ist nicht karstigen Ursprungs, sondern entstand durch Erosion. Die Umgebung ist Teil eines geschützten Gebiets mit ausgedehnten Wäldern. Die Höhle dient als bedeutender historischer und touristischer Punkt in der Region.

Zugang

Der Zugang zur Samuelova jeskyně ist ausschließlich zu Fuß möglich. Der beste Ausgangspunkt ist die Gemeinde Manětín. Für Autofahrer steht ein kostenloser Parkplatz am Zámek Manětín zur Verfügung. Von dort führt eine etwa dreieinhalb Kilometer lange rote Wanderwegmarkierung zur Höhle, die durch das Tal des Manětínský potok verläuft. Die nächstgelegene Bushaltestelle Manětín, náměstí ist etwa drei Kilometer entfernt. Die Höhle ist frei und ganzjährig zugänglich.

Umgebung – was einen Besuch wert ist

Die Dominante der nahen Umgebung ist das Barockschloss Barokní zámek Manětín, das für seine einheitliche Barockarchitektur und den weitläufigen Park bekannt ist. Knapp fünfzehn Kilometer südlich befindet sich die Stadt Plasy mit dem weitläufigen Klášter Plasy, einem der bedeutendsten Barockbauten in Böhmen. Für Naturliebhaber ist das nahegelegene Naturschutzgebiet Přírodní rezervace Střela mit dem gleichnamigen Fluss interessant.

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Švédská jeskyně

Švédská jeskyně

Sloup v Čechách

Frei zugängliche Höhle im Křtinské údolí im Moravský kras

Die Švédská jeskyně befindet sich im mittleren Teil des Moravský kras, in einem Felsmassiv im Tal des Křtinský potok zwischen den Gemeinden Ochoz u Brna und Křtiny. Es handelt sich um eine etwa 30 Meter lange Durchgangshöhle (Tunnel), die durch Wassererosion entstanden ist. Ihren Namen erhielt sie einer Legende aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zufolge, als sich dort angeblich die lokale Bevölkerung vor den schwedischen Truppen versteckte oder dort sogar die Soldaten selbst lagerten.

Heute ist die Höhle ein beliebter touristischer Zwischenstopp, da sie frei zugänglich ist und keine spezielle Ausrüstung erfordert. Neben dem Hauptgang gibt es hier auch kleine Seitengänge und Kamine. Der Standort ist auch aus archäologischer Sicht bedeutend, da hier Überreste pleistozäner Fauna, wie Knochen von Höhlenbären und Hyänen, gefunden wurden.

Zugang

Die Höhle liegt direkt an der Straße II/373, die Brno und Křtiny verbindet. Das Parken ist auf einem kleineren Parkplatz direkt am Waldeingang, unweit der Höhle, möglich. Eine blau markierte Wanderroute führt daran vorbei. Die Bushaltestelle "Ochoz u Brna, Říčky, rozc." ist etwa 1,5 Kilometer entfernt.

Umgebung – was sehenswert ist

In unmittelbarer Nähe befindet sich die berühmte Býčí skála, bekannt für ihre archäologischen Funde und ihre dunkle Geschichte. Nur wenige Kilometer weiter liegt der Wallfahrtsort Křtiny mit dem monumentalen barocken Chrám Jména Panny Marie von Jan Blažej Santini. Durch das Tal führt ein Lehrpfad, der die Schönheiten der Karstlandschaft präsentiert.

Ein Besuch der Švédská jeskyně ist eine anspruchslose Bereicherung eines Ausflugs im Moravský kras. Sie bietet die Möglichkeit, ohne Führer einen Einblick in den Untergrund zu erhalten und die Atmosphäre von Orten zu erleben, die von Legenden umwoben sind.

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